Mauerwerk und Wärmedämmung

Eine Außenwand muss vieles können. Sie soll standsicher, tragfähig und dauerhaft sein. Sie soll im Sommer vor Hitze und im Winter vor Kälte schützen, Regen abhalten, die Luftfeuchtigkeit regulieren, Brand- und Schallschutz sicher stellen und gut aussehen. Das sind hohe Anforderungen für einen einzelnen Baustoff. Denn für hohe Tragfähigkeit sowie optimalen Hitze-, Schall- und Brandschutz muss das Material schwer sein, also eine hohe Rohdichte aufweisen. Für perfekte Wärmedämmung wird dagegen ein leichteres Material, das mehr Luft einschließt, benötigt. Außenwände sollten einen U-Wert kleiner als 0,20 W/(m²•K) einhalten. Der Wandaufbau ist grundsätzlich in zwei Varianten umsetzbar. Als massive Kalksandsteinwandkonstruktion kombiniert mit Wärmedämmverbundsystem oder ein monolithischer Aufbau aus Poroton-Planziegeln bzw. Ytong Porenbeton. Allerdings sollte die Wahl des Wandaufbaues keine Frage einer persönlichen Grundphilosophie sein. Denn je nach Baugeometrie, örtlichen Gegebenheiten und Wärmebrücken-Berechnungen, ergibt sich die optimale Auswahl der Baustoffe.